Monat: März 2016

Backen ohne „Hubbel“ – die Isoliermethode

Backen ohne Hubbel mit der Isoliermethode! Ich zeig dir wie es ganz einfach geht. Mit Dingen die jeder Zuhause hat.

Wie bereits in anderen Beiträgen angekündigt, werde ich nach und nach Artikel zu bestimmten Back-Basics veröffentlichen. Mir ist dabei wichtig, dass es jeder versteht, auch ein Anfänger. Sollten also Fragen aufkommen, dann stell deine Frage in den Kommentaren und ich werde sie dir beantworten.

Fangen wir also mit einem Basic an das wohl viele interessiert, die Torten- aber auch Kuchenbäcker. Sind wir mal ehrlich, einen Kuchen mit „Hubbel“ hatte wohl schon jeder mal, doch was ist das Geheimnis eines geraden Kuchens? Es ist eigentlich ganz simpel und etwas was jeder Zuhause hat.

Alufolie und Küchentücher

Ohne Isoliermethode backe ich nicht mehr. Man braucht für eine 26 er Springform

  • Alufolie (ca. 90cm)
  • Küchentücher (ca. 85 cm)

Lege die Alufolie einmal der Länge nach hin. Nun musst du nur noch die Küchentücher anfeuchten und auf die Alufolie legen. Jetzt die Folie einmal horizontal klappen, so dass das feuchte Küchenpapier dazwischen ist. Das sieht dann in etwa so aus:

isoliermethode

Nun diesen Streifen vor dem Backen um die Backform binden, evtl. mit Büroklammern befestigen (die nur aus Metall). Achte darauf, dass die Alufolie wirklich an dem Backformrand aufliegt und wenig Luft dazwischen ist.

isomehtode

Durch die feuchten Küchentücher kühlst du den Rand der Backform. Häufig ist die Ursache eines „Hubbels“, dass sich die Backform aufheizt und der Rand des Kuchens somit schon durch backt und keine Chance mehr hat weiter aufzugehen. Dadurch wird die Mitte höher und reißt irgendwann auf. Allerdings verlängert sich die Backzeit! Wie lange hängt von der Backform, dem Teig und deinem Backofen ab. Also immer die Stäbchen-probe machen.

Die Isoliermethode auch für Faule 😉

Küchentücher und Alufolie hat man eigentlich immer im Haus, dennoch benutze ich mittlerweile extra dafür entwickelte Strips. Diese gibt es z.B. hier.

Diese musst du nur noch anfeuchten und um die Backform durch die Schlaufe ziehen. Nach dem backen sind sie auch wieder trocken und können direkt weggeräumt werden. Einmal angeschafft reichen sie dir ewig. Und wenn es mal eine höhere Backform sein soll, dann kannst du zwei übereinander nehmen, in einer Packung sind genau 2 Strips. Man hat sie einfach immer zur Hand ( Isoliermethode für Faule quasi 😉 )

Hubbel?

Nein danke! Ist seit der Isoliermethode kein Problem mehr. Ich backe nur noch damit. Nicht jede Backform lässt das zu, aber bei runden und eckigen ist die Isoliermethode fester Bestandteil meiner Backgewohnheiten. Kein Kuchen mit Hubbel mehr 😀

 

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Wie du deine Motivtorte planst – Teil 2: Zeit- und Budgetplanung

Eine Motivtorte zu planen erfordert mehr, als das Talent backen zu können und Fondantdekorationen herzustellen. Viele unterschätzen die Dauer einer Torte, aber auch die Zeit die vorher investiert werden muss. Ebenso fängt man eine Torte an, und merkt, dass einem viel Tortenzubehör fehlt. Doch es ist nur noch teuer im Laden um die Ecke verfügbar, wenn der überhaupt Tortenzubehör führt. Damit dir das nicht passieren kann, möchte ich dich auf viele Schritte aufmerksam machen und dir die Planung deiner Motivtorte erleichtern.

Dieser Beitrag ist Teil 2 der Artikelserie: Wie du deine Motivtorte planst.

Hier findest du Teil 1: Ideenfindung und Können

Mit dem letzten Teil der Artikelserie erhälst du eine Übersicht über alle Themen die hier behandelt wurden. Du kannst in einer Checkliste alle relevanten Punkte abhaken und deine persönlichen Tortendaten eintragen. Das willst du nicht verpassen? Dann trag dich gleich in unseren Newsletter ein:

Budgetplanung

Bevor wir uns das Thema Zeit vornehmen, geht es um die Budgetplanung. Auch dieser Faktor sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Das eine Torte Kosten verursacht ist klar, doch was kostet so eine Motivtorte eigentlich?

Bei einem Konditor kann eine einstöckige Torte zwischen 60 und 120 Euro kosten, Hochzeitstorten ab 180 und nach oben hin sind dem keine Grenzen gesetzt. Je nach Tortenböden, Füllung, Menge und Umfang der Dekorationen variieren diese Preise. Und das völlig zurecht! Sicher wird man das auch günstiger finden, doch die Preise der Konditoreien haben schon ihren Sinn.

Jetzt stellt sich die Frage, wie deine Torte denn aussehen soll. Aufwendiges Spitzenmuster kriegt man mit speziellen Silikonmatten hin, jedoch sind diese nicht immer günstig, mit dem Pulver um die Masse für die Spitzenoptik anzurühren ist man schnell bei knapp 50,-€

Dabei hast du jetzt erst eine Dekoration. Wie sieht es mit Tortenständern aus? Oder modelliere Zuckerblumen bzw. Figuren. Außerdem muss die Torte gebacken werden und gegebenenfalls mit Fondant oder Marzipan eingedeckt werden.

Thema Moulds

Moulds oder Molds sind meist Silikonformen in die man Fondant eindrücken kann und beim rausnehmen eine tolle Figur hat (Fondant-Figur, keinen Traum-Körper 😉 ) .

Da stellt sich auch die Frage, lohnt es sich eine Mould für ein bestimmtes Motiv zu kaufen oder selbst zu modellieren? Modellieren dauert viel länger, kostet dafür nur das Material. Möchte ich die Mould oft benutzen, rentiert sich die Anschaffung. Bei Moulds gibt es viele verschiedene Motive, Preisklassen aber auch Qualitätsunterschiede. Das gilt auch für Spitzenmatten und Modellierwerkzeug. Klar, es ist nur eine Mould, die vermutlich nur einmal benutzt wird. Aber eine Babyfigur aus Fondant mit verzogenem Gesicht ist auch nicht gerade schön.

Das Motivtortenhobby ist noch nicht überall verbreitet, aber es nimmt zu. So findest du ja vielleicht eine Freundin in der selben Stadt, die dir Matten, Moulds und spezielle Backformen ausleihen kann und du auch ihr. Wer regelmäßig Torten herstellt, oder auch Cupcakes, Cakepops und anderes, der wird (und will) nicht drum rum kommen, sich einen gewissen Bestand an Zubehör und Zutaten zuzulegen.

Qualität?

Nun zu den Zutaten. Auch hier kann am Preis variiert werden. Bio, vom Discounter, Backmischung? Jeder nach seinem Geschmack und Preis. Das gilt auch für Fondant. Am beliebtesten ist im Moment der Shantys Fondant. Er hält viel aus und reißt nicht so schnell wie anderer Fondant und dazu noch zu einem guten Preis. Zumindest für Fondant ist das ein guter Preis. Fondant aus dem Supermarkt kann ich leider nicht empfehlen. Um ein an ein paar Figuren zu üben ist es vielleicht okay, aber jeder der guten Fondant verwendet hat, wird keinen anderen mehr haben wollen. Wenn man also noch genug Zeit hat, sollte man im Internet bestellen.

Da wären wir also beim Faktor Zeit

Zeiteinteilung VOR dem Backen

Sicherlich werde ich noch in einem anderen Beitrag auf die Zeitplanung einer Torte eingehen, was du am ersten, zweiten und dritten Tag alles zu backen, füllen und eindecken hast.

Hier jedoch soll es noch um die Zeit DAVOR gehen. Jeder hat Alltagsstress und zu oft habe ich es erlebt, dass eine Bestellung im Internet nicht mehr möglich war, da die Lieferzeit zu lange gedauert hätte, oder die Dekorationen waren noch nicht getrocknet um auf der fertigen Torte Platz zu nehmen. Zuckerblumen und Figuren sollte man daher so früh wie möglich machen, da sie 2-4 Wochen zum Trocknen brauchen. Das musst du in deine Bestellung mit einkalkulieren.

Manchmal dauert es auch eine Weile, bis man die Idee zur Torte gefunden hat. Google und Pinterest sind ganz tolle Möglichkeiten sich inspirieren zu lassen. In jedem Fall solltest du eine Nacht drüber schlafen und schauen, ob dir die Idee am nächsten Tag noch gefällt. Doch suche nicht stundenlang. Irgendwann wirst du zu blind und siehst das Kuchenbuffet vor lauter Torten nicht mehr!

Das bedeutet nicht, dass man unbedingt immer wochenlange Planung für eine Torte braucht. Vor allem süße Geburtstagstorten sind meist spontan, bunt und kreativ. Manche bereiten sich jedoch gerne vor und das empfehle ich z.B. bei Hochzeitstorten ganz besonders.

4 Wochen vor dem Stichtag sollte man sich also bereits Gedanken machen.

Fazit

Generell kann man sagen, auch 3 Tage vorher reichen würden. Doch wenn es um wichtige Torten geht, sollte man das Ernst nehmen und planen. Vor allem wenn man noch nicht viel Erfahrung hat.

Auch das Budget darf man nicht unterschätzen. Dass manche Leute Motivtorten für 20-30 € verkaufen, kann ich nur schwer nachvollziehen. In vielen Fällen handelt es sich vermutlich um Schwarzarbeit. Davon mal abgesehen, alleine die Zutaten zum backen für eine 3-stöckige Hochzeitstorte liegen bei mindestens mal 15-20 €, will man eine Füllung mit Früchten, eine Ganache mit guter Schokolade oder andere hochwertige Produkte, so liegt man da weit drüber. Wenn man nun den Fondant zum eindecken, den Fondant für die Deko oder die Blütenpaste für die Zuckerblumen mit einrechnet sind wir schon bei 40-50€. Vorausgesetzt man hat auch noch zufällig die passenden Backformen.

Dabei haben wir noch kein Cakeboard, keinen Blumendraht, Lebensmittelfarbe oder ähnliches gerechnet. Auf vieles kann man sicherlich verzichten oder günstiger haben. Wenn man seinem Hobby auf Dauer nachgehen möchte, wird man sich auch einen gewissen Bestand zusammen kaufen. Basics, wie Werkzeuge zum modellieren, Bäckerstärke oder CMC (zum Einkneten in Fondant um damit zu modellieren) sollte man sich anschaffen. Diese sind sinnvoll, man braucht sie häufig und kann sie meist nicht im Supermarkt nebenan kaufen. In nicht ferner Zukunft, werde ich eine Liste über Basics erstellen, die man haben muss, haben sollte, haben könnte und worauf man wirklich verzichten kann.

 

Die endgültige Checkliste zum Ausdrucken erhältst du am Ende der Artikelserie Wie du deine Motivtorte planst.

Hier aber vorab schon eine kleine Übersicht:

  • Was ist der Anlass/ das Thema?
  • Datum des Anlasses:
  • Budget, Zeiteinteilung:
  • Wie aufwendig darf und soll die Torte werden?
  • Was muss ich kaufen, was kann ich leihen, was habe ich schon?
  • Was sind die Kosten für die Deko

Das ist nur eine kleine Übersicht. Die Checkliste wird detaillierter sein und dir hoffentlich einen Überblick über die Kosten und die Zeit für eine Motivtorte geben.

Damit du die Vorlagen und Checklisten direkt bekommst, trage dich in den Newsletter ein.

Ich hoffe dir hat der Artikel gefallen. Über einen Kommentar dazu würde ich mich freuen. Bis zum nächsten Teil dieser Serie

 

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