Kategorie: Motivtorten Planung

Wie du deine Motivtorte planst – Teil 2: Zeit- und Budgetplanung

Eine Motivtorte zu planen erfordert mehr, als das Talent backen zu können und Fondantdekorationen herzustellen. Viele unterschätzen die Dauer einer Torte, aber auch die Zeit die vorher investiert werden muss. Ebenso fängt man eine Torte an, und merkt, dass einem viel Tortenzubehör fehlt. Doch es ist nur noch teuer im Laden um die Ecke verfügbar, wenn der überhaupt Tortenzubehör führt. Damit dir das nicht passieren kann, möchte ich dich auf viele Schritte aufmerksam machen und dir die Planung deiner Motivtorte erleichtern.

Dieser Beitrag ist Teil 2 der Artikelserie: Wie du deine Motivtorte planst.

Hier findest du Teil 1: Ideenfindung und Können

Mit dem letzten Teil der Artikelserie erhälst du eine Übersicht über alle Themen die hier behandelt wurden. Du kannst in einer Checkliste alle relevanten Punkte abhaken und deine persönlichen Tortendaten eintragen. Das willst du nicht verpassen? Dann trag dich gleich in unseren Newsletter ein:

Budgetplanung

Bevor wir uns das Thema Zeit vornehmen, geht es um die Budgetplanung. Auch dieser Faktor sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Das eine Torte Kosten verursacht ist klar, doch was kostet so eine Motivtorte eigentlich?

Bei einem Konditor kann eine einstöckige Torte zwischen 60 und 120 Euro kosten, Hochzeitstorten ab 180 und nach oben hin sind dem keine Grenzen gesetzt. Je nach Tortenböden, Füllung, Menge und Umfang der Dekorationen variieren diese Preise. Und das völlig zurecht! Sicher wird man das auch günstiger finden, doch die Preise der Konditoreien haben schon ihren Sinn.

Jetzt stellt sich die Frage, wie deine Torte denn aussehen soll. Aufwendiges Spitzenmuster kriegt man mit speziellen Silikonmatten hin, jedoch sind diese nicht immer günstig, mit dem Pulver um die Masse für die Spitzenoptik anzurühren ist man schnell bei knapp 50,-€

Dabei hast du jetzt erst eine Dekoration. Wie sieht es mit Tortenständern aus? Oder modelliere Zuckerblumen bzw. Figuren. Außerdem muss die Torte gebacken werden und gegebenenfalls mit Fondant oder Marzipan eingedeckt werden.

Thema Moulds

Moulds oder Molds sind meist Silikonformen in die man Fondant eindrücken kann und beim rausnehmen eine tolle Figur hat (Fondant-Figur, keinen Traum-Körper 😉 ) .

Da stellt sich auch die Frage, lohnt es sich eine Mould für ein bestimmtes Motiv zu kaufen oder selbst zu modellieren? Modellieren dauert viel länger, kostet dafür nur das Material. Möchte ich die Mould oft benutzen, rentiert sich die Anschaffung. Bei Moulds gibt es viele verschiedene Motive, Preisklassen aber auch Qualitätsunterschiede. Das gilt auch für Spitzenmatten und Modellierwerkzeug. Klar, es ist nur eine Mould, die vermutlich nur einmal benutzt wird. Aber eine Babyfigur aus Fondant mit verzogenem Gesicht ist auch nicht gerade schön.

Das Motivtortenhobby ist noch nicht überall verbreitet, aber es nimmt zu. So findest du ja vielleicht eine Freundin in der selben Stadt, die dir Matten, Moulds und spezielle Backformen ausleihen kann und du auch ihr. Wer regelmäßig Torten herstellt, oder auch Cupcakes, Cakepops und anderes, der wird (und will) nicht drum rum kommen, sich einen gewissen Bestand an Zubehör und Zutaten zuzulegen.

Qualität?

Nun zu den Zutaten. Auch hier kann am Preis variiert werden. Bio, vom Discounter, Backmischung? Jeder nach seinem Geschmack und Preis. Das gilt auch für Fondant. Am beliebtesten ist im Moment der Shantys Fondant. Er hält viel aus und reißt nicht so schnell wie anderer Fondant und dazu noch zu einem guten Preis. Zumindest für Fondant ist das ein guter Preis. Fondant aus dem Supermarkt kann ich leider nicht empfehlen. Um ein an ein paar Figuren zu üben ist es vielleicht okay, aber jeder der guten Fondant verwendet hat, wird keinen anderen mehr haben wollen. Wenn man also noch genug Zeit hat, sollte man im Internet bestellen.

Da wären wir also beim Faktor Zeit

Zeiteinteilung VOR dem Backen

Sicherlich werde ich noch in einem anderen Beitrag auf die Zeitplanung einer Torte eingehen, was du am ersten, zweiten und dritten Tag alles zu backen, füllen und eindecken hast.

Hier jedoch soll es noch um die Zeit DAVOR gehen. Jeder hat Alltagsstress und zu oft habe ich es erlebt, dass eine Bestellung im Internet nicht mehr möglich war, da die Lieferzeit zu lange gedauert hätte, oder die Dekorationen waren noch nicht getrocknet um auf der fertigen Torte Platz zu nehmen. Zuckerblumen und Figuren sollte man daher so früh wie möglich machen, da sie 2-4 Wochen zum Trocknen brauchen. Das musst du in deine Bestellung mit einkalkulieren.

Manchmal dauert es auch eine Weile, bis man die Idee zur Torte gefunden hat. Google und Pinterest sind ganz tolle Möglichkeiten sich inspirieren zu lassen. In jedem Fall solltest du eine Nacht drüber schlafen und schauen, ob dir die Idee am nächsten Tag noch gefällt. Doch suche nicht stundenlang. Irgendwann wirst du zu blind und siehst das Kuchenbuffet vor lauter Torten nicht mehr!

Das bedeutet nicht, dass man unbedingt immer wochenlange Planung für eine Torte braucht. Vor allem süße Geburtstagstorten sind meist spontan, bunt und kreativ. Manche bereiten sich jedoch gerne vor und das empfehle ich z.B. bei Hochzeitstorten ganz besonders.

4 Wochen vor dem Stichtag sollte man sich also bereits Gedanken machen.

Fazit

Generell kann man sagen, auch 3 Tage vorher reichen würden. Doch wenn es um wichtige Torten geht, sollte man das Ernst nehmen und planen. Vor allem wenn man noch nicht viel Erfahrung hat.

Auch das Budget darf man nicht unterschätzen. Dass manche Leute Motivtorten für 20-30 € verkaufen, kann ich nur schwer nachvollziehen. In vielen Fällen handelt es sich vermutlich um Schwarzarbeit. Davon mal abgesehen, alleine die Zutaten zum backen für eine 3-stöckige Hochzeitstorte liegen bei mindestens mal 15-20 €, will man eine Füllung mit Früchten, eine Ganache mit guter Schokolade oder andere hochwertige Produkte, so liegt man da weit drüber. Wenn man nun den Fondant zum eindecken, den Fondant für die Deko oder die Blütenpaste für die Zuckerblumen mit einrechnet sind wir schon bei 40-50€. Vorausgesetzt man hat auch noch zufällig die passenden Backformen.

Dabei haben wir noch kein Cakeboard, keinen Blumendraht, Lebensmittelfarbe oder ähnliches gerechnet. Auf vieles kann man sicherlich verzichten oder günstiger haben. Wenn man seinem Hobby auf Dauer nachgehen möchte, wird man sich auch einen gewissen Bestand zusammen kaufen. Basics, wie Werkzeuge zum modellieren, Bäckerstärke oder CMC (zum Einkneten in Fondant um damit zu modellieren) sollte man sich anschaffen. Diese sind sinnvoll, man braucht sie häufig und kann sie meist nicht im Supermarkt nebenan kaufen. In nicht ferner Zukunft, werde ich eine Liste über Basics erstellen, die man haben muss, haben sollte, haben könnte und worauf man wirklich verzichten kann.

 

Die endgültige Checkliste zum Ausdrucken erhältst du am Ende der Artikelserie Wie du deine Motivtorte planst.

Hier aber vorab schon eine kleine Übersicht:

  • Was ist der Anlass/ das Thema?
  • Datum des Anlasses:
  • Budget, Zeiteinteilung:
  • Wie aufwendig darf und soll die Torte werden?
  • Was muss ich kaufen, was kann ich leihen, was habe ich schon?
  • Was sind die Kosten für die Deko

Das ist nur eine kleine Übersicht. Die Checkliste wird detaillierter sein und dir hoffentlich einen Überblick über die Kosten und die Zeit für eine Motivtorte geben.

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Ich hoffe dir hat der Artikel gefallen. Über einen Kommentar dazu würde ich mich freuen. Bis zum nächsten Teil dieser Serie

 

Wie du deine Motivtorte planst – Teil 1: Ideenfindung und Können

Du hast dich also dazu entschlossen eine Motivtorte zu machen. Du bist noch ein Anfänger oder hast schon Erfahrung, doch es klappt doch nicht immer alles so, wie du es dir vorgestellt hast?

Dazu solltest du dir einige Fragen selbst beantworten, damit dir die Planung leichter fällt. Ich werde dich Schritt für Schritt durch die Planung und Durchführung begleiten, damit nichts mehr schief gehen kann.

Dieser Beitrag ist Teil 1 der Artikelserie: Wie du deine Motivtorte planst.

 

Folgende Fragen solltest du dir selbst stellen:

1. Für wen oder für welchen Anlass soll die Torte sein?

2. Wieviel Erfahrung habe ich mit Motivtorten und kann ich meine Idee auch umsetzen?

3. Wann muss die Torte fertig sein und habe ich noch genügend Zeit?

4. Wieviel Zeit brauche ich für das Fertigen der Torte und bin ich bereit diesen Zeitaufwand zu erbringen?

5. Wieviel wird mich die Torte kosten und bin ich bereit diese Kosten zu tragen?

 

Diese Fragen sind sehr wichtig, weil manche dann doch mitten drin bemerken, dass es ihnen zu viel wird. Das soll dich aber keinesfalls davon abhalten, dich an eine Motivtorte ran zu wagen. Im Gegenteil: Ich möchte dir dabei helfen, die Torte zu kreieren, die zu deinen Fähigkeiten, Kosten- und Zeitaufwand passt, um so das Beste aus dir rauszuholen.


 

1. Für wen oder für welchen Anlass soll die Torte sein?

Soll die Torte eine Überraschung sein oder wurdest du gebeten eine Motivtorte zu machen?

Ist die Torte ein Geburtstagsgeschenk für eine gute Freundin? Weiß deine Freundin die Torte als Geschenk zu würdigen oder sieht sie es eher als Mitbringsel? Was würde deiner Freundin gefallen? Ist sie eher ein konservativer, ordentlicher Mensch der sich elegant kleidet, passt vermutlich eine Torte mit edler Spitzenverzierung besser als eine Motivtorte mit Tierfondantfiguren. Ist sie dagegen eher ausgeflippt und lustig drauf, dann passt eine bunte Torte mit viel „Schnickschnack“. Denk aber immer daran für „wen“ die Torte ist. Natürlich würdest du nie eine Torte machen, die dir selbst nicht gefällt. Aber sie sollte schon zu der beschenkten Person passen. Vielleicht hat sie auch ein bestimmtes Hobby oder einen besonderen Beruf? Schreib dir einfach ein paar Merkmale auf die auf die Person zutreffen und überlege was passen könnte. Gibt es gemeinsame Kindheitserinnerungen, die als Vorlage geeignet wären?

Kindermotive

Bei Kindern ist das vielleicht noch wichtiger als bei Erwachsenen. Kinder mögen bestimmte Figuren aus Büchern, Fernsehen oder ähnlichem besonders gut, können dafür aber anderen nicht leiden. Wäre eine Winnie Pooh Torte für einen 12-Jährigen zum Kindergeburtstag wirklich passend? Vielleicht kannst du auch eine Torte machen, die zum Geburtstagsgeschenk passt (falls die Torte nicht das Geschenk ist), wie z.B. eine Kino-Motivtorte zu einem Kinogutschein.

Willst du eine Torte zu einer Party mitbringen oder deiner Familie an Weihnachten eine Freude machen?

Dann ist es fast egal welches Thema du dir aussuchst. Es kann ein passendes Motiv sein, kann aber auch was unbestimmtes sein, wie eine Torte mit Ballons oder Ähnlichem. Für Weihnachten bietet sich natürlich ein winterliches oder weihnachtliches Motiv an. An Ostern einen Hasen, am Valentinstag ein Herz. Nur solltest du dir immer die Frage stellen, ob die Leute das auch mögen. Essen sie überhaupt Torte?

Wurdest du gebeten eine Hochzeitstorte zu machen? Dann frag das Brautpaar direkt, was ihnen gefällt. Auch wenn sie sagen, dass sie das voll und ganz dir überlassen, müssen ein paar Grundaspekte geklärt werden. Gibt es z.B. farbliche Vorgaben? Soll die Torte mehrstöckig sein oder sollen es mehrere Torten auf einer passenden Etagere geben? Ist die Form wichtig? Außerdem stellt sich die Frage, ob sie denn überhaupt Fondanttorten mögen. Vielleicht wollen sie eine Schokosahnetorte und erwarten von dir, dass du das weißt. Soll die Torte pompös oder eher schlicht gehalten werden? Wie viele Gäste wird es auf der Hochzeit geben und wird es noch andere Torten und Kuchen geben, oder nur die Hochzeitstorte? Sprecht euch auf jeden Fall ab und vergewissere dich, dass die Anfrage auch ernst gemeint war und du die Hochzeitstorte definitiv machen sollst. Es gibt nichts Ärgerlicheres als wochenlange Vorbereitung der Torte und am Tag der Hochzeit, hat das Brautpaar doch eine andere, da sie sich nicht sicher waren, ob du sie nun machst oder nicht.wedding-cake


 

Du weißt nun für wen oder für welchen Anlass du eine Fondanttorte machen möchtest? Dann heißt es nun Ideenfindung:

Nachmachen:

Natürlich kannst du dir Bilder suchen und eine Torte genauso nachmachen. Da ist auch nichts Schlimmes dran. Für allem für Anfänger gibt es so Schritt-für-Schritt-Anleitungen, was es viel einfacher macht. So lernst du auch gleich den Umgang mit bestimmten Werkzeugen und Materialarten. Außerdem kannst du durch die Anleitungen direkt erkennen, ob du genug Erfahrung und Können für die Torte mitbringst.

Abwandeln und Mischen:

Du siehst eine Torte die dir sehr gut gefällt, du es aber etwas anders gemacht hättest? Warum nicht? Verwende dir bekannte Techniken auf der Grundlage einer Torte die du gesehen hast. Oder ändere die Farbe und die Aufstellung der Deko. Nimm die Deko der einen Torte auf den Untergrund einer anderen. Überlege! Lasse deiner Kreativität freien Lauf.

Mädchentorte rosa

Mädchentorte rosa


Du hast nun eine genaue Vorstellung im Kopf. Wie soll deine Torte aussehen? Bevor du dich jedoch festlegst, muss dir klar sein, was du kannst.

2. Wieviel Erfahrung habe ich mit Motivtorten und kann ich meine Idee auch umsetzen?

Ich möchte niemanden klein machen, demotivieren oder schlecht reden. In den letzten Jahren habe ich allerdings viele Torten gesehen. Wunderschöne, unglaublich schöne Torten oder Cupcakes. Ich habe auf Hochzeiten Torte gegessen und Videos im Internet gesehen. Klar, Geschmack ist verschieden, was eine schöne oder schmackhafte Torte ist, muss jeder für sich entscheiden. Doch dann denke ich wieder an eine Braut, die ihren Tag bis ins kleinste Detail plant. Um etwas Geld zu sparen, fragt sie eine Bekannte die mal erwähnt hat Torten zu backen, ob sie denn auch Hochzeitstorten machen kann. Die Bekannte hatte schon viele Marzipantorten gemacht, backt gerne und zweistöckig gestapelt hat sie auch schon. Warum also nicht denkt sie sich? Weil es nicht dasselbe ist. Eine Torte zu einem Geburtstag mitzubringen ist ein anderes Thema als die Hochzeitstorte selbst zu machen. Bevor jetzt die Ersten aufschreien „mach’s besser“ oder „die Braut wollte es ja“, NEIN! Die Braut hat vertraut. Darauf, dass man das kann, was man behauptet zu können. Dass man es selbst besser machen soll, finde ich sowieso unsinnig. Muss mir denn alles gefallen, nur weil ich es selbst nicht besser könnte? Ich denke nicht.

Überlegt also wirklich vorher, ob ihr die Erwartungen erfüllen könnt. Learning by Doing? Gerne – Aber dann doch bitte bei nicht so „wichtigen“ Torten. Gut üben kannst du, wenn du deinen Freunden eine Torte mitbringst.

Wie viele Torten hast du schon gemacht. Kriegst du eine sauber eingedeckte Torte hin oder reißt dein Fondant. Weißt du wie man Torten stapelt, lagert und transportiert? Du willst Zuckerblumen auf deiner Torte haben? Hast du das schon mal versucht. Klar gibt es tausende Youtube-Videos dazu, aber nicht umsonst werden mehrtägige Kurse zum Thema gehalten. Alleine vom Zuschauen kann man sehr, sehr viel lernen, aber eben auch nicht alles.

Tortenkurs

Da wir schon beim Thema Kurs sind, vielleicht kannst du ja noch einen Kurs machen?

3. Wann muss die Torte fertig sein und habe ich noch genügend Zeit?

Fondant-Torte für morgen Mittag. Möglich ja, aber nicht empfehlenswert. Man sollte sich schon seine Zeit besser einteilen. Dazu aber mehr in einem weiteren Teil dieser Serie.

Überlege dir am besten sobald du weißt, wann die Torte fertig sein muss, wie die Wochen davor aussehen sollen. Reicht die Zeit überhaupt noch oder musst du vielleicht sogar dein Konzept überdenken? Lieber 2 schöne Stockwerke als 3 „hin geklatscht“.

Bedenke auch, dass du Zeit brauchst, die Materialien zu bestellen oder einzukaufen. Nicht jeder Supermarkt verkauft Fondant und schon gar nicht zu günstigen Preisen oder guter Qualität. Ein Onlineshop kann auch mal Lieferschwierigkeiten haben und du bekommst dein Paket eine Woche später als gedacht.

Auch die Tortendekoration braucht Zeit. Eine Zuckerblume muss trocknen. Genauso wie Fondantfiguren oder Schmetterlinge. Diese Sachen kannst du schon so früh wie möglich herstellen, da sie eh selten mitgegessen werden.

Zeitmanagement

Wie schaut es mit der Arbeit aus? Du machst für Samstag eine 5 stöckige Hochzeitstorte? Dann solltest du dir besser den Freitag vorher frei nehmen. Klar geht das nicht immer, daher vorausplanen. Um die ein oder andere schlaflose Nacht wirst du vielleicht nicht drum rum kommen.

Doch es gibt noch einen anderen Zeitfaktor:

4. Wieviel Zeit brauche ich für das Fertigen der Torte und bin ich bereit diesen Zeitaufwand zu erbringen?

Der Einkauf vorher, die Planung, Recherche, Modellieren, dass alles braucht Zeit. Nun ist aber der Tag gekommen, an dem du tatsächlich mit dem Backen anfängst. Die Kuchenböden kannst du ruhig schon einige Tage vorher backen und luftdicht aufbewahren oder einfrieren.

Doch auch das Füllen, Einstreichen mit Ganache oder Buttercreme, Eindecken mit Fondant und platzieren der Deko dauert seine Zeit. Für mich ist das ein Hobby, es macht mir Spaß. Doch wie ist es für dich? Manchmal brauche ich über 16 Stunden für eine Torte, aufwendige Deko oder Blumen nicht mitgezählt. Bist du bereit diesen Aufwand auf dich zu nehmen? Du bekommst ja im Gegenzug „nur“ ein Dankeschön. Im Sommer, wenn es heiß ist, ich in der Küche (ohne Klimaanlage) nicht mal mehr sitzen kann, mache ich meine Torten nachts. Selbst dann ist es noch zu warm, doch besser wie am Tag. Hast du die Geduld, die Torte fertigzustellen, auch nach stundenlanger Arbeit?

Wenn du bereit bist die Zeit aufzubringen, wie sieht es dann mit dem finanziellen aus?

Zeit und Geld für Torten

5. Wieviel wird mich die Torte kosten und bin ich bereit diese Kosten zu tragen?

Ich gehe in meinem Blog immer von Hobbybäckern und Hobby-Tortendesignern aus, die kein Geld für ihre Leistung verlangen oder bekommen.

So eine Fondanttorte ist nicht mal eben gemacht, wie ein Kuchen. Eier, Mehl, Butter usw…schön, du hast die Grundlage? Dann der Fondant zum Eindecken und zum Modellieren, Ganache, evtl. besondere Dekoration, kosten Geld. Und nicht gerade wenig. Als Anfänger brauchst du noch mehr Fondant, als jemand der schon erfahren ist. Doch Profis haben wiederrum andere Ansprüche.

Ok, du hast ein paar Ausstecher und Werkzeuge, Fondant auch mal irgendwo gekauft, los geht’s.

Doch vielleicht möchtest du auch essbare Spitze? Die Matten sind nicht gerade billig. Für einmal benutzen lohnt es sich nicht. Du hast verschiedene Figuren, also brauchst du bunten Fondant. Selbst färben oder schon gefärbten kaufen? Beides kostet Geld. Du kannst Fondant auch selbst machen, doch auch da brauchst du gewisse Zutaten. Da du kein Geld dafür bekommst, musst du alle Kosten selbst tragen. Daher werden immer öfter Torten verschenkt. Sie sind etwas Besonderes und haben auch einen gewissen Wert. Meistens freuen sich die Beschenkten auch mehr über eine persönliche Torte, als über einen unpersönlichen Gutschein.

Fazit:

Du siehst also, es gibt vieles was man sich vorher überlegen sollte, zumindest wenn man gewisse Ansprüche an sich selber hat. Zum üben oder kennenlernen des Umgangs mit Fondant kann man natürlich einfach drauf loslegen.

Wofür ist die Torte und was kann ich? Sei realistisch, aber probiere auch Neues.

Ist es den Zeit- und Geldaufwand wert?

Wie hoch der Zeit- und Geldaufwand für eine Fondanttorte werden kann und darf, erfährst du im zweiten Teil der Serie “ Wie du deine Motivtorte planst“.

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Wie du eine Motivtorte planst / Motivtortenplanung

Bei der Motivtortenplanung gilt es einiges zu beachten. Was das ist erfährst du in den nachfolgenden Artikeln der Motivtortenplanung. Teil 1 und 2 sind bereits erschienen.

Du möchtest eine Motivtorte machen, weißt aber nicht wie du anfangen sollst? Oder hast du schon öfter eine Motivtorte gemacht, doch sie ist nicht so geworden wie du es dir vorgestellt hast? Die Zeit war zu knapp, du hast dich überschätzt oder der Fondant kam nicht rechtzeitig an?

So ging es mir am Anfang.

Daher möchte ich dir hier einen Leitfaden für das Erstellen von Motivtorten geben..

Dazu gibt es mehrere Artikel, damit du dich nacheinander darauf Vorbereiten kannst.

„Teil 1: Ideen und Vorbereitung

Teil 2: Zeit- und Budgetplanung

Wie viele Teile es insgesamt werden, weiß ich im Moment noch nicht. Es kommen aber noch mindestens 4 Teile der Serie „Wie du eine Motivtorte planst“.

Die Motivtortenplanung

Dazu gehören noch neben der Ideenfindung und der Budgetplanung, der Faktor Zeit, wie und wozu man eine Skizze anfertigt, worauf man beim Einkauf achten sollte, die Wahl des Rezeptes (Teig und Füllung), die richtige Verpackung und der Transport einer Motivtorte. Es gibt also noch jede Menge interessanter Fragen zum Thema Fondanttorte, die sich wahrscheinlich der ein oder andere von euch schon gestellt hat. Ich möchte auf diese Fragen eingehen und versuchen eine optimale Lösung zu finden, sowie Tipps geben.

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 Du hast noch weitere Vorschläge für eine Artikelserie? Dich beschäftigt eine Frage zur Motivtortenplanung oder du würdest gerne noch ein paar Tipps haben? Dann schreib mir oder hinterlasse einen Kommentar dazu und ich vielleicht wird es schon bald einen Artikel oder eine ganze Artikelserie dazu geben.

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